Das Tagesgeld als Interimsanlage

Draußen locken die ersten Sonnenstrahlen die Bauherren „hinter dem Ofen hervor“. Für sie ist es natürlich die optimale Lösung, wenn sie die Kreditsumme aus ihrer Baufinanzierung genau zu dem Zeitpunkt zur Verfügung gestellt bekommen, wenn die ersten Rechnungen fällig werden. Doch so punktgenau lässt sich das leider nicht in jedem Fall planen. Was also tun, wenn man die Kreditsumme auf dem Konto hat und sie noch nicht braucht? Oder wohin mit dem ausgezahlten Guthaben aus einer Versicherung oder anderen termingebundenen Sparanlage, wenn die dazu gehörigen Baufortschrittszahlungen noch nicht fällig sind?

Hier kann das Tagesgeld gut als Übergangsanlage gewählt werden. So ein Online Konto ist schnell angelegt und bringt ansehnliche Renditen, die bei einem deutschen Kunden allerdings mit staatlichen Abgaben in Form der Abgeltungssteuer und der hinzu kommenden Kirchensteuer und Solidaritätszuschläge belegt werden. Dennoch kann man einen Teil der für den Kredit anfallenden Sollzinsen mit den Guthabenzinsen aus dem Tagesgeld wieder wettmachen.

Verfügungen über das Guthaben beim Tagesgeld können jederzeit getroffen werden. Alles, was man dazu braucht, ist ein Girokonto, das als Verrechnungskonto mit dem Tagesgeld verknüpft wird. Das stellt eines der Sicherungsmittel für ein Tagesgeldkonto dar. Einzahlungen auf das Anlagekonto sind von jedem beliebigen Konto aus möglich und Entnahmen müssen über ein ganz bestimmtes, bei der Anlagebank registriertes Girokonto erfolgen.

Sicherheit ist ein gutes Stichwort, denn bei den Baudarlehen geht es in aller Regel um größere Summen, die die 100prozentige Anlagegarantie für Tagesgeld in einigen europäischen Ländern deutlich übersteigen. Wer sein Geld bei einem Tagesgeld von einer ausländischen Bank anlegen möchte, der sollte genau auf die länderechtlichen Bestimmungen zur Einlagensicherung schauen. Im Normalfall halten die Banken diese Informationen in ihren AGB bereit oder haben dafür einen separaten Informationsbereich eingerichtet. Wissen sollte man auch, dass die Garantien innerhalb eines Landes immer pro Sparer und nicht pro getätigter Geldanlage gelten.

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