Kapitalanlage Bundesanleihen für niedrige Bauzinsen nutzen

Die Anleihen der Bundesrepublik Deutschland gelten von Haus aus als eine sehr sichere Geldanlage. Deshalb werden sie von vielen Menschen auch als gute Alternative zu Festgeld und Tagesgeld gewählt. Doch so richtig lohnenswert sind diese Wertpapiere im Moment für den langfristig denkenden Anleger nicht.

Noch im August 2011 musste der Bundesfinanzminister für die Wertpapiere eine Verzinsung von 0,73 Prozent anbieten, um sie unter die Leute bringen zu können. Bei der letzten Auktion konnte gerade einmal ein Zins von 0,39 Prozent erzielt werden. Das hat gleich zwei Auswirkungen. Einerseits zeigt es, dass man in Bezug auf den Umgang mit geliehenem Geld und der zugesicherten Rückführung großes Vertrauen in die Bundesregierung setzt.

Doch die niedrigen Zinsen sorgen auch für mehr als verhaltenes Anlegerinteresse, so dass die Regierung statt der geplanten Wertpapiere im Umfang von rund sechs Milliarden Euro nur Papiere für 4,8 Milliarden Euro absetzen konnte. Das muss nicht wundern, denn selbst einfache Anlagen wie Tagesgeld mit bis zu 2,7 Prozent und Festgeld mit rund vier Prozent bringen eine deutlich höhere Rendite. Daran gemessen scheint es äußerst fraglich, ob der Bund die angedachten 275 Milliarden Euro von den Investoren mit dem aktuellen Niedrigzins zusammen bekommt.

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Kapitalaufbau für Baufinanzierungen. Die Bundesanleihen mit Laufzeiten von fünf Jahren wurden gern als Ergänzung der Bausparverträge gewählt. Doch das ist nicht mehr lohnenswert, weil auch der Bausparvertrag selbst eine höhere Rendite bietet. Deshalb verzeichnen die Bausparkassen derzeit einen verstärkten Zulauf.

Dass das so ist, ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass sich hier zusätzliche Vorteile mitnehmen lassen. Dazu sollte man Stichworte wie Arbeitnehmersparzulage und vermögenswirksame Leistungen mit im Auge behalten. Und das wiederum sorgt dafür, dass beim Eigenkapitalaufbau für die künftige Hypothek im Moment eine besonders gründliche Beratung zu einen noch unverzichtbareren Muss geworden ist.

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