Gute Nachrichten zur gesetzlichen Rente

Andauernd wurde geschimpft, dass die Töpfe der gesetzlichen Rente leer wären. Da kam beim den künftigen Senioren verständlicherweise auch die Sorge auf, dass das Niveau der Renten sinken oder die Politik über eine weitere Verschiebung des Renteneintrittsalters nach hinten nachdenken könnte. Doch diese Sorge war nach den aktuellen Entwicklungen unbegründet.

In der KW 46 kam die erlösende Nachricht. Die gute Entwicklung der Konjunktur und damit auch der Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hat dafür gesorgt, dass es in den gesetzlichen Rentenkassen sogar Überschüsse gibt. Wenn die nachhaltigen Rücklagen in den Rentenkassen einen Wert von 1,5 monatlichen Ausgaben erreicht haben, sind Beitragsreduzierungen möglich. Und genau das ist jetzt der Fall. Deshalb hat die Regierung beschlossen, dass ab Januar 2012 die Beiträge zur gesetzlichen Altersvorsorge um 0,3 Prozent auf dann 19,5 Prozent sinken sollen.

Zwar ist diese Entlastung nur gering, aber die Masse macht es. Wer als Arbeitnehmer 2.500 Euro monatliches Brutto hat, kann so pro Jahr 45 Euro sparen. Weil sich die Entlastung gleichmäßig auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt, profitieren davon auch die Unternehmer durch die sinkenden Lohnnebenkosten. Ein mittelständisches Unternehmen mit 500 Mitarbeitern könnte allein von den Einsparungen einen zusätzlichen Arbeitsplatz schaffen.

Die zweite gute Nachricht zur gesetzlichen Rente kam im Hinblick auf die zum 1. Juli 2012 zu erwartenden Anpassungen der Rentenhöhe. Hier dürfen sich die Senioren im Westen Deutschlands auf eine Erhöhung der Bruttorente von 2,3 Prozent freuen. Im Osten Deutschlands fällt die Rentenanpassung mit 3,2 Prozent sogar noch deutlich kräftiger aus. Damit wird die Differenz zwischen den Ost- und Westrenten, die vielen Senioren ein echter Dorn im Auge ist, weiter verringert.

Doch trotz dieser Erhöhungen der Bezüge aus der gesetzlichen Rente bleibt bei den meisten Menschen eine Versorgungslücke, die dringend über eine private Rentenversicherung geschlossen werden sollte. Bevorzugt sollte man sich dabei bei den förderfähigen Policen zur Rürup- und Riester-Rente umschauen.

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