Wodurch werden die Festgeldzinsen beeinflusst?

Bei einer regelmäßigen Sichtung der Festgeldzinsen würde man sehr schnell darüber stolpern, dass sie mehreren Einflussfaktoren unterworfen sind. Einerseits schlägt sich hier die Nachfrage nach laufzeitgebunden Geldanlagen mit einer Zinsbindung nieder. Anderseits werden die Festgeldzinsen aber auch von der aktuellen Nachfrage nach Krediten mit beeinflusst. Das Festgeld ist nämlich eine der Möglichkeiten, wie sich die Banken die für die Ausreichung von Darlehen notwendigen flüssigen Mittel besorgen können. Eine hohe Nachfrage nach kurz- und mittelfristigen Darlehen sorgt nicht nur dafür, dass die Kreditzinsen steigen, sondern schlägt in aller Regel auch auf die Festgeldzinsen durch. Das war besonders deutlich zum akuten Beginn der Finanzkrise 2008 zu beobachten, wo selbst für Anlagezeiträume von wenigen Wochen gute Festgeldzinsen zu bekommen waren.

Weitere Einflüsse auf die Festgeldzinsen gehen von der Höhe der beabsichtigten Anlage sowie den gewählten Anlagezeiträumen aus. Von den Banken werden bei „normaler Marktlage“ die mittleren Zeiträume zwischen zwei und fünf Jahren mit besonders guten Festgeldzinsen bedacht. Doch bei den Variationen der Laufzeit mit der Höhe der Anlage lassen sich auch andere lukrative Kombinationen finden. Dabei wird man darauf stoßen, dass von den Banken bei der Bemessung der Festgeldzinsen auch bestimmte Spannen bei der Höhe der Anlagen bevorzugen. Dabei handelt es sich in aller Regel um den Bereich zwischen 5.000 und 20.000 Euro, so dass es für den Kunden auch durchaus eine lukrative Sache sein könnte, eine Anlage in mehrere Teile aufzusplitten. Das stellen die aktuellen Angebote sehr eindrucksvoll unter Beweis.

Außerdem ist zu erwarten, dass in den nächsten Monaten sowohl die Festgeldzinsen als auch die Kreditzinsen sinken werden. Deshalb sollte man schnell zugreifen, falls man eine solche Form der Geldanlage bevorzugt. Als eine der Ursachen dieser absehbaren Veränderungen sehen die Insider die Aktivitäten der amerikanischen Zentralbank Fed an, die in gigantischem Umfang Staatsanleihen aufkaufen und damit enorm viel Geld „unter die Leute“ bringen wird. Deshalb sollte man sich für gute Festgeldzinsen nach Möglichkeit auch die Option auf eine Prolongation sichern.

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