Warum Festgeld gerade jetzt lukrativ ist

Beim Festgeld gibt es derzeit einen interessanten Trend. Waren es im letzten Jahr vor allem Laufzeiten um die zwei Jahre, die mit den Zinsen bevorteilt wurden, setzen die Banken jetzt auf längere Laufzeiten. Im Moment findet man bei einem Festgeld Vergleich die besten Konditionen bei Anlagezeiten von vier oder fünf Jahren. Dort sind Verzinsungen der Guthaben zu erreichen, die sich bis an die Vier-Prozent-Grenze bewegen.

Einige Angebote überschreiten sogar die magische Hürde der vier Prozent. Doch hier ist Vorsicht geboten. Bei genauer Betrachtung fällt nämlich auf, dass es sich bei diesem besonders lukrativen Festgeld zumeist um Fremdwährungskonten handelt. Das bedeutet, dass man zwar die Guthabenzinsen über den Anlagezeitraum hinweg garantiert bekommt, dafür aber das so genannte Währungsrisiko tragen muss. Doch was bedeutet das konkret?

Die letztendlich zu erzielende Rendite von einem Festgeld in einer fremden Währung wird vom Tauschkurs der Währungen mit bestimmt. Dieser lässt sich vom Laien in der Regel gar nicht und vom Insider lediglich über einen kurzen Zeitraum prognostizieren. Gerade jetzt ist die Lage auf dem Devisenmarkt besonders wackelig. Bereits seit Jahresanfang 2011 kauft die amerikanische Zentralbank Fed in Größenordnungen Anleihen auf, was sich deutlich auf die Crossrate Amerikanischer Dollar und Euro auswirkt. Hier lohnen sich nur kurzfristige Anlagen, denn es ist zu erwarten, dass der Euro gegenüber dem Dollar nach Abschluss der Aufkäufe wieder steigen wird.

Auch aus den Ereignissen in Japan sind Auswirkungen auf den globalen Finanzmarkt zu erwarten, die sich bei den Renditen im Festgeld niederschlagen, wenn es in einer fremden Währung angelegt wird. Da Japan in den nächsten Wochen sehr viel Geld für den Aufbau im eigenen Land ausgeben muss, verknappt sich der Yen auf dem globalen Finanzmarkt. Deshalb dürfte er nach Ansicht der Insider im Wert steigen und der Euro ihm gegenüber an Wert verlieren.

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