Warum Tagesgeld und Festgeld gerade jetzt so beliebt sind

Der Wettbewerb unter den Banken wird immer härter. Bei den Geldanlagen wie dem Tagesgeld und auch dem Festgeld ist das auch der Tatsache geschuldet, dass es innerhalb der EU inzwischen feste Regelungen für eine Mindestsumme bei den Anlagegarantien gibt. Dadurch drängen auch immer mehr Anbieter aus dem europäischen Ausland auf den deutschen Markt.

Das hat vor allem beim Tagesgeld zu einem Kuriosum geführt, das es so bisher noch nicht gab. Startguthaben bei der Eröffnung eines Anlagekontos durch einen Neukunden gab es schon lange vor der Jahrtausendwende. Aber dass es bei einem Tagesgeld einen garantierten Zins über einen bestimmten Zeitraum hinweg gibt, ist recht neu. Dabei sind die Zeiträume für die Zinsbindung nicht einmal kurz bemessen, denn einige Banken legen sich bei Neukunden gleich mal für bis zu sechs Monate fest. Und dabei gehören sie mit den angebotenen Zinsen für das Tagesgeld bei einem Vergleich sogar noch zu den Spitzenreitern.

Koppelt man das Tagesgeld dann auch noch an ein Depotkonto für Wertpapiere, sind derzeit sogar weit bessere Konditionen drin. Einzelne Kreditinstitute bieten hier einen Zinssatz von 4,5 Prozent per anno und schreiben diesen gleich für ein ganzes Jahr fest. Einziger Nachteil ist, dass dort keine beliebig hohen Summen angelegt werden können, sondern die Anlage auf ein Maximum von 20.000 Euro pro Person und Konto beschränkt ist.

Selbst das Sparbuch als eine der Möglichkeiten, beispielsweise das Eigenkapital für eine Baufinanzierung zusammen zu tragen, hat kräftig zugelegt. Noch bis vor einiger Zeit war dort bei den effektiven Guthabenzinsen pro Jahr ein Durchschnitt von 1,5 Prozent erzielbar. Genau deshalb ist es auch für das Hinterlegen der Kautionen für Mietverträge etwas aus der Mode geraten. Inzwischen lohnt es sich wieder, denn einige Banken bieten dafür eine Verzinsung von bis zu 2,5 Prozent per anno an. Diese Offerten gelten allerdings wie die meisten der besten Angebote ausschließlich für Neukunden.

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